Man hört immer über das Fahren im Konvoi bei Perestroika Tours. Was hat es damit auf sich?

Zum Konvoifahren kamen wir am Anfang unserer Reisen noch zu Sowjetzeiten. Wegen der Sprachbarriere, anderen Schriftzeichen und der zum Teil schlechten Ausschilderung der Orte und Stellplätze war es für viele einfacher dem ortskundigen Reiseleiter zu folgen.

In verschiedenen Ländern und Regionen z.B. in manchen Ländern der ehemaligen Sowjetunion, im Iran, Libyen und heute wieder in Syrien erwarteten Regierungsbehörden, dass die Gruppe zusammenbleibt und nicht wild im Land umherreist. Gelegentlich werden wir sogar von den staatlichen Sicherheitsbehörden begleitet und in einigen Ländern werden sogar für uns die Ampeln auf „grün“ geschaltet.

Bei den regulären Kurz-und Standardtouren ist es heute überhaupt nicht mehr erforderlich in der Gruppe zu fahren. Gerade neue Techniken wir GPS-Geräte machen das Auffinden des Stellplatzes einfach. Unsere Vorgabe: „Jeder, der möchte, kann alleine fahren, sofern dies nicht vom Reiseland verboten ist“. In der täglichen Einweisung wird die anstehende Route besprochenen und so kann man alleine oder mit befreundeten Teilnehmern fahren.

Wer alleine fährt, kann seine Fahrweise den eigenen Interessen und Bedürfnissen anpassen, Pausen und Fotostopps einlegen, wie er will, sowie individuellen Besichtigungspunkte anfahren. Die Route und das Tagesziel muss aber alleine gefunden und zum vereinbarten Zeitpunkt angefahren werden, auch wenn es im Zentrum einer Millionenstadt liegt, was nicht immer ganz einfach ist.

Schwierige Grenzübertritte, z.B. an Grenzen nach Weißrussland oder Russland, sollte man gemeinsam mit der Gruppe abwickeln. Auch sollte man überlegen vor der Gruppe zu fahren um sich von dieser aufsammeln zu lassen, wird man mit Pannen oder anderen Widrigkeiten konfrontiert.  

Wer mit dem Reiseleiter fährt, muss sich an die vorgegebenen Abfahrts,- Pausen,- und Besichtigungszeiten halten, seinen Platz im Konvoi einnehmen und sollte über ein CB-Funkgerät verfügen. Dafür braucht man sich nicht um die Reiseroute, Pausen- und Besichtigungsplätze, Tankstellen und Einkaufsmöglichkeiten zu kümmern. Man fährt geführt.  Entscheidend aber ist, dass man im Notfall, bei Problemen mit der Gesundheit, dem Fahrzeug, der Polizei, der Sicherheit und der Landessprache und Schrift nicht alleine ist.

Das Fahren in der Gruppe ist bei vielen Teilnehmern die einzige Variante, wenn auch aus verschiedenen Standpunkten:  Manche finden es einfach angenehmer mit Anderen zu fahren, weil man z.B. keinen Beifahrer an Bord hat, der mit nach der Route schaut oder der Beifahrer nicht so gut beim Fahren die Karte lesen kann.

Egal ob eine Reise rund um den Hunsrück, eine Fahrt nach Moskau oder an den Baikalsee -  als Veranstalter einer Gruppenreise halten wir es für unsere Pflicht, denen die es wünschen die nötige Unterstützung zu geben. Es ist für uns ein Service, von dem jeder Gebrauch machen kann, auch wenn das für unsere Reisleiter Mehraufwand bedeutet.

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